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Tipps
zum XJR-Fahrwerk
von
Klaus Goerz
bitte Copyright-Vermerk
im Fuß der Seite beachten
Dass
das XJR Fahrwerk Schwächen aufweist bestreitet
wohl Keiner, das man einiges daran ändern kann
wissen viele.
Die
Problematik dabei scheint zu sein das viele
XJR´ler zwar wissen das es sinnvoll wäre
was zu ändern, sie aber verunsichert sind was
man tun sollte. Jeder Hersteller preist seine
Produkte als die allerbesten an, klar das ist
für einen Hersteller verständlich. Diese
Aussage will ich auch nicht bestreiten, denn sie
haben alle etwas entscheidendes gemeinsam, sie
bringen durch die Bank weg fast nur
Verbesserungen!
Welcher
Hersteller nun der Richtige für "DICH !" ist,
ist nicht so einfach zu beantworten, es kommt auf
Deine Wünsche an. Sicher kann man sagen, die
voll einstellbaren Öhlins hinten mit einer
Over-Schwinge und unser White Power 43mm
Upside-Down-Gabelkit und ein Hyperpro
Lenkungsdämpfer sind das Optimale, dazu noch
Rahmenstreben von OVER, dann ist alles in
Ordnung.
Ja,
aber nicht jeder hat die finanziellen
Möglichkeiten das umzusetzen und will es
vielleicht auch gar nicht. Daher möchte ich
das Fahrwerk und meine Verbesserungsvorschläge
Schritt für Schritt angehen.
Zu
allererst das Günstigste und auch
Wirkungsvollste für die XJR, andere
Gabelfedern! Das Fahrverhalten mit der Original
Gabel ist schlicht und einfach schlecht, solch eine
Abstimmung müsste nicht sein. Die Gabel
führt zwar das Vorderrad, dämpft auch
Bodenwellen ab, solange man nicht dabei bremst. Sie
braucht schon fast den kompletten Federweg beim
Beschleunigen und Gas wegnehmen. Wenn man nun mit
zwei Personen fährt und bremst, dabei auch
noch unglücklicherweise eine Bodenwelle
erwischt die zufälligerweise noch in leichter
Schräglage durchfahren wird, dem brauche ich
nichts weiter zu den Federn erzählen.
Dafür sind die Original-Federn einfach nicht
geeignet und meiner Ansicht nach auszutauschen, da
sie keinerlei Reserven bieten. Die
Schräglagenfreiheit wird unnötig
eingeschränkt und der Vorderreifen
unnötig malträtiert.
Welche
Federn nun die richtigen sind entscheidet der
persönliche Geschmack. Grundsätzlich ist
zu sagen, keine Feder ist schlechter als die
[XXXSELBSTZENSURXXX],
eine Verbesserung bringen alle Zubehörfedern.
Wir
arbeiten eng mit White Power zusammen, mit diesen
Federn haben wir sehr gute Erfahrungen, denn sie
bieten einen sehr guten Kompromiss zwischen Komfort
und sportlicher Härte, sie sind absolute
Allrounder für die XJR, dies beweisen auch
Fahrwerkstests in verschiedenen Zeitschriften,
wobei man das nicht als alleiniges Kriterium
ansetzen sollte, sondern man sollte sich fragen,
was will ich persönlich mit meiner XJR
machen.
Auch
die Öhlins und auch Technoflex Federn sind
sehr gut, die Öhlins passen sehr gut zu den
originalen Federbeinen, da die Öhlins die
einzigen Federn sind, die linear (nicht progressiv)
gewickelt sind. Technoflex ist von der Abstimmung
her mit den White Power vergleichbar.
Welches
Öl nun bei den Federn verwendet wird
entscheidet auch der persönliche Wunsch,
möchte ich mehr Fahrsicherheit bei sehr gutem
Komfort oder bin ich sportlich unterwegs und mir
ist die Dämpfung sehr wichtig, dann kann ich
auch auf härteres Öl zurückgreifen.
All diese Möglichkeiten bieten wir an, ebenso
wie auch alle Hersteller!
Uns
ist wichtig individuell zu beraten, daher auch die
Produktvielfalt. Meine Empfehlung, schmeißt
die originalen Gabelfedern in die Tonne, baut
andere Federn ein, Ihr glaubt nicht wie viel besser
sich die XJR fährt. Diese Erfahrung habe ich
inzwischen sehr häufig gemacht, wenn ich bei
einer XJR Federn eingebaut habe und der Fahrer
wieder zurückkam war das Grinsen im Gesicht
nur durch rausmeißeln zu
beseitigen.
Der
nächste Punkt, die Federbeine:
Welche
Federbeine sind nun die Richtigen, nicht unbedingt
die Originalen. Wie auch bei den Gabelfedern bieten
die Federbeine reichlich Kritikpunkte. Je schwerer
der Fahrer ist, desto besser kommt er mit den
Federn klar. Ist der Fahrer aber nur 60 oder 70
Kilo schwer hat er mit schlecht ansprechendem und
zum Teil auch springenden Heck zu kämpfen. Das
liegt zum einen an den Federn, die im
Anfangsbereich zu hart sind uns dann zu wenig
Progression aufweisen, was wieder dazu führt
das die Federbeine bei starker Beladung schon
wieder an den Grenzen sind, nur diesmal am anderen
Ende.
Was
dann noch hinzu kommt ist die unzureichende
Zugstufendämpfung, die Federbeine federn zu
schnell aus. Das führt dann auch unweigerlich
zum Schaukeln des Fahrwerks. Jetzt die Frage,
welche sind nun die idealen Federbeine?
Das
hängt auch wieder von Deinen Wünschen ab,
von nichts anderem. Ob es einfache
Zubehörfederbeine sind, die die nur in der
Zugstufe einstellbar sind, oder mit
Ausgleichsbehälter, einfacher oder zweifacher
Druckstufenverstellung, oder sollte doch die
Längenverstellung mit dabei sein, muss eine
Federverstellung per Handrad möglich
sein?
Viele
Fragen mit genau so vielen möglichen
Antworten.
Wichtig ist nur was Du willst!
Es
ist wenig sinnvoll, Federbeine mit zigfacher
Einstellmöglichkeit zu montieren die man
selbst nicht bedienen kann. Da die XJR auf
Fahrwerksänderungen recht sensibel reagiert,
kann man auch mit den perfektesten Federbeinen bei
der Einstellung so weit daneben liegen das sich das
Fahrverhalten kaum verbessert. Wenn jemand also nur
wenig Kenntnisse von Fahrwerkseinstellungen hat,
sollte er auf einfachere Federbeine
zurückgreifen die er auch bedienen kann oder
sich die Einstellung gut erklären lassen und
selbst die Einstellung "erfahren", Learning by
doing führt auch zum Erfolg.
Wenn
nun jemand mit der Fahrwerkseinstellung besser
vertraut ist, der hat mit voll einstellbaren
Federbeinen selbstverständlich auch die
Möglichkeit das Fahrverhalten maximal zu
verbessern. Denn wie geschrieben reagiert die XJR
sensibel auf Änderungen.
Wer
es gerne bequem haben möchte, einfachste
Verstellung sucht und nicht den einzelnen Euro
herumdrehen muss, dem sind auch die Öhlins
Federbeine nahe zu legen, denn diese lassen sich
per Handrad in der Federvorspannung einstellen, was
bei wechselndem 1-2Mann Betrieb große
Vorteile bietet. Kein hantieren mit
Hakenschlüsseln, mannigfach einstellbar, etc.
Wer
nun doch auf den Euro schauen muß oder
einfach nicht bereit ist über 600 Euro
auszugeben, für den bieten wir auch
Überarbeitungen von originalen Federbeinen
an.
Bei
den Standart Federbeinen können wir die
Dämpfung ändern, bei den SP-Federbeinen
haben wir noch weitere Möglichkeiten, die
Dämpfung kann angepasst werden, die Federn
können getauscht werden, sogar die Länge
kann verändert werden. Dies ist eine
günstige Möglichkeit das Fahrverhalten zu
verbessern. Es bietet zwar immer noch keine
Verstellmöglichkeiten, aber eine deutliche
Verbesserung. Sie bieten nicht die
Möglichkeiten und erreichen nicht die
Qualität der meisten Marken-
Zubehörstoßdämpfer, aber eine
Verbesserung ist es in jedem Fall. Leider
können wir für die
Längenänderung auch keine ABE oder ein
TÜV-Gutachten anbieten, die
Dämpfungsänderung ist nicht
eintragungspflichtig.
Was
nun wichtig ist, ist die Abstimmung der
Federelemente aufeinander. Alles an Zubehör
bringt wenig wenn die Gabel nicht mit den
Federbeinen arbeitet und umgekehrt. Die Gabel
bietet ja kaum einfache Möglichkeiten,
außer Federvorspannung, SP oder 1300er
Modelle, Ölmenge und Viskosität. Jedoch
hat man mit einstellbaren Federbeinen die
Möglichkeit sie auf die Gabel hin abzustimmen.
Denn nur ein ausgewogenes Fahrwerk neigt nicht dazu
zu rühren und zu schaukeln.
Was
die Lagerung der Schwinge und des Lenkkopflagers
angeht lässt sich auch vieles verbessern.
Hierbei greifen auch wir auf den Lagerspezialisten
Emil Schwarz zurück, der in dieser Hinsicht
eine Kapazität darstellt die man schwer
überbieten kann, daher arbeiten auch wir gerne
mit ihm zusammen. Diese Änderungen reduzieren
auch die Eigenbewegungen des Fahrwerks. Wichtig ist
aber zu aller erst einmal die Einstellung der
original Lenkkopflager zu prüfen bevor man sie
generell tauscht. Diese sind nicht ganz so
übel wie ihr Ruf, klar geht es auch besser,
aber man muss nicht gleich bei einer Neumaschine
die Lager wechseln. Die Schwingenlagerung leidet
unter den größeren Fertigungstoleranzen
die auch Spiel in der Lagerung zur Folge haben und
somit zu Eigenbewegungen im Fahrwerk führen.
Hier ist es sinnvoll im Winter einmal die Schwinge
auszubauen und sie überarbeiten zu lassen, es
lohnt sich.
Andere
Gabel.
Muß sie sein, was bringt sie, was brauche
ich???
Muss man sie haben?
Man
muss nicht, aber die Vorteile sind sehr groß,
denn ein guter Upside-Down Kit bietet wesentlich
mehr Stabilität als die originale Gabel die
sich sehr stark verwindet, dazu bieten sie auch die
Möglichkeit der Einstellung, was dem
Gesamtfahrverhalten durchaus sehr dienlich ist. Mit
dem Upside-Down-Kit hat man nicht nur ein optisches
Highlight, sondern auch eine große technische
Verbesserung! Denn die Eigendynamik der Seriengabel
wird eliminiert. Man muss nicht warten bis das
Vorderrad die Lenkbewegung umsetzt, es folgt sofort
den Vorgaben. Sie vermittelt damit besseres
Gefühl für die Straße. Sicherlich
setzt der finanzielle Rahmen hier auch seine
Grenzen, jedoch sollte man darauf achten was man
kauft, denn nicht an jede Gabel passen die
Bremszangen. Es müssen oft hässliche
Adapter angeschraubt werden, und was bei den
meisten Gabeln der Fall ist, sie sind zu kurz
für die XJR!
Wenn
eine kürzere Gabel verwendet wird, dazu noch
das Offsetmaß der Gabel verändert wird,
kann sich das Fahrverhalten auch kritisch
äußern. Dabei können wir auf die
umfangreichen Tests für unseren XJR-Gabelkit
zurückgreifen. Wird die XJR hinten hoch gelegt
und das Fahrwerk vorne abgesenkt wird sie zwar
extrem handlich, aber auch gleichzeitig etwas
nervös, dies ist nicht kritisch aber auch
nicht schön. Wird das Fahrwerk vorne nicht
abgesenkt tritt dieses Problem nicht auf. Daher
bieten wir unseren Kit auch in 2 verschiedenen
Gabellängen an. Des weiteren auch mit den
entsprechenden Haltern für die
Bremssättel ohne Zwischenadapter an der
Bremssattelhalterung. Wir bauen den Kit auch
individuell zusammen, mit Halterungen für alle
Originalteile, oder auch für andere
Bremsanlagen, etc. Der Einbau und die Abstimmung
können wir vor Ort vornehmen.
Weitere
Möglichkeiten:
Gabelstabilisator bringt, wie der Namen schon sagt,
Stabilität. Er kann jedoch auch zu
Verspannungen der Gabel führen, diese bringen
dann genau den Effekt den man sich nicht
wünscht, die Gabel spricht schlecht an und
verschleißt innen. Dies kommt daher das die
Abstände der Gabelbrücke und des
Gabelstabilisators unterschiedlich sein
können.
Sind
diese aber genau gefertigt sind sie eine gute
Sache, außer das die Schmutzabweiser bei den
neuen Gabeln demontiert werden
müssen.
In
Vorbereitung:
Cartridge System für die originale
Gabel.
Das
bedeutet dass das Innenleben der Gabel komplett
getauscht wird und somit aus der nicht
einstellbaren Gabel eine in der Zugstufe
einstellbare Gabel wird, die auch in der
Dämpfung angepasst werden kann.
Für
jegliche weiteren Fragen stehe ich Euch gerne zur
Verfügung!
Eurer
Klaus
Klaus@Klaus-Goerz.de
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privaten Gebrauch kopiert werden. Klaus Goerz hat
den Text nicht verfaßt, damit sich
Wettbewerber der Sache bedienen. Entsprechend wird
bei Zuwiderhandelung reagiert.
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